Powered by ZigaForm version 3.9.8.4

Ist auf dem Sushi-Markt etwas faul ?

Nigiri, Maki, Roll, Sashimi, Temaki …Sushi kam in den Sechzigerjahren nach Deutschland und in den 2000er Jahren auf den französischen Markt. Im Jahr 2011 wurde in Frankreich das meiste Sushi in ganz Europa verzehrt.

Das Sushi-Angebot wird immer größer und der Markt ist hart umkämpft. Mittlerweile übersteigt das Angebot die Nachfrage. Es scheint sogar, dass der große Ansturm nun vorbei ist. Die Verbraucher haben weniger Lust auf Sushi, und die Wirtschaftskrise trägt zusätzlich dazu bei, dass immer weniger Menschen ins Restaurant gehen.

Ist also auf dem Sushi-Markt etwas faul?

Nach der Studie zum Thema Burger und Pizza hat der Datenexperte CHD Expert sich im Januar dem Sushi-Konsum in Frankreich und Deutschland gewidmet, um ein aktuelles Bild des Markts zu erstellen.

Der Verzehr von Sushi im Januar 2016

66,3 % der Franzosen haben mindestens einmal im Monat Januar Sushi gegessen, in Deutschland waren es dagegen 52,1 % der Verbraucher.

Sowohl in Frankreich, als auch Deutschland gingen die Verbraucher in unabhängige, traditionelle japanische Restaurants oder holten sich dort Sushi zum Mitnehmen (38,5 % der Franzosen und 29,2 % der Deutschen).

Mittlerweile findet sich Sushi in Frankreich auch in den Regalen der Groß- und Supermärkte (im Unterschied zum wachsenden Verkauf an Imbissbuden und Kiosks). In Deutschland gibt es Sushi in Restaurants immer häufiger auch vom Buffet.

Der allgemeine Trend ist in beiden Ländern gleich; die Verbraucher nehmen das Sushi-Angebot von Restaurantketten immer seltener wahr.

Ein Markt, den sich die verschiedenen Experten der Sushi-Branche teilen

Die Marktanteile für den Sushi-Verbrauch sind in Deutschland und Frankreich ähnlich. Kein Akteur scheint sich aus der Konkurrenz hervorzuheben.

Trotzdem sind es die unabhängigen, traditionellen japanischen Restaurants, die in Frankreich (13,5 % des Gesamtverbrauchs im Januar) und Deutschland (14,7 %) das meiste Gewicht haben. Dicht gefolgt vom Einkauf in Groß- und Supermärkten.

Es wird auch beobachtet, dass das Angebot großer Ketten immer seltener wahrgenommen wird, und dass mindestens einer von zehn Deutschen und Franzosen im Januar sein Sushi (dazu gehören auch Sashimi) selbst gemacht hat.

Seit dem großen Ansturm auf Sushi sind die Verkaufsstellen um ein vielfaches gewachsen. Sie haben sich in 10 Jahren sogar vervierfacht! Dies kann zuweilen auf Kosten der Qualität des Produkts gehen. Heute wenden sich die französischen und deutschen Verbraucher eher den unabhängigen, traditionell japanischen Restaurants zu, die ein erschwingliches Angebot bieten, auch wenn der Gesamteindruck in punkto Qualität und Frische in den letzten Jahren gelitten hat. Nichts desto trotz wird das Angebot immer weiter verzweigt und es beinhaltet immer häufiger auch andere japanische und asiatische Gerichte wie Bento, Ramen, Bobun und vieles mehr. Sind neue Trends erkennbar?

Nicolas NOUCHI, Geschäftsführer von CHD Expert Europa sagt: „Das japanische Angebot ist ein gutes Beispiel für den Aufstieg eines Trends und seine Fluktuation im Lauf der Jahre. So wie derzeit der Burger, war Sushi lange Zeit auf dem Vormarsch. Die große Anzahl von neuen Verkaufsstellen, die vom traditionell japanischen Restaurant abweichen, hat zu einer Kommerzialisierung geführt, wobei auch die Dimension der Frische Änderungen unterzogen wurde. Deshalb ist ein kritischer Blick erforderlich, wenn es um Rechnungen geht, die 20 Euro übersteigen.“

Diese Website verwendet Cookies, um für Sie ein bestmögliches Erlebnis auf unserer Website sicherzustellen. Erfahren Sie mehr.